YOGA-STILE

RESTORATIVE YOGA

Restorative Yoga bezeichnet einen Yoga-Stil, der entspannend und regenerierend wirkt. Er hat seine Wurzeln im Yoga von B.K.S. Iyengar, der seinen Schülern durch den Einsatz von Hilfsmitteln ein schmerz- und belastungsfreies Praktizieren ermöglichte. In unserer heutigen Zeit hat er jedoch immens an Bedeutung gewonnen, da er als idealer Ausgleich zu unserem hektischen, modernen Lebensstil angesehen wird.

 

Restoratives Yoga lädt uns ein, den Körper in entspannenden Asanas (Körperstellungen) los zulassen. Die meist liegenden oder sitzenden Posen werden passiv bis zu 20 Minuten gehalten, so dass wir Zeit und Raum finden, bis in die Tiefe unserer Strukturen auch die kleinsten Anspannungen aufzulösen. Es werden Hilfsmittel wie Polster, Kissen oder Decken eingesetzt, um den Körper wohlig einzubetten. Wie im Hatha Yoga, fliessen auch hier Meditationen, Atem- und Achtsamkeits-Übungen mit ein.

 

Restoratives Yoga stimuliert das parasympathische Nervensystem, was die Herzfrequenz und die Atmung verlangsamt, den Blutdruck reguliert, das Immunsystem stärkt und den Selbstheilungsprozess fördert. Körper und Geist können in diesem Zustand regenerieren. Daher gilt Restorative Yoga als besonders wohltuend für Menschen, die an Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Angstzuständen oder anderen stressbedingten Erkrankungen leiden. Überdies dehnt es sanft Muskeln und Bindegewebe bis in die tiefsten Schichten und erhöht dadurch die Flexibilität. Auf geistig-mentaler Ebene erfahren wir eine verbesserte Körperwahrnehmung und gesteigerte Konzentrationsfähigkeit. Dies führt uns zu einer tiefen Verbindung mit uns selbst.

 

Die Herausforderung liegt vor allem im Aushalten und Verharren in einer Position über einen langen Zeitraum. Zu Beginn dieser Praxis kann es zuweilen als anstrengend empfunden werden, die Gedankengänge auszublenden und durch den Mangel an Ablenkung nicht unruhig zu werden. Wir lernen auf achtsame Art, Geduld mit uns selbst zu üben, um tief und komplett in uns selbst zu ruhen.

 

Entspannung ist die Kunst, in deinem Körper zu Hause zu sein, wo auch immer du bist und was auch immer gerade passiert. 

(Judith Hanson Lasater, Entwicklerin des restorativen Yoga)

YIN & YANG YOGA

Yin und Yang sind einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene Kräfte. Die Yin&Yang-Stunde beinhaltet einen energetisierenden, sanft ausgeführten Yang-Teil und geht dann über in die Dehnung und Entspannung des Yin Yoga.

 

Wir sind eingeladen, diese zwei Energien auf der körperlichen- und geistig-/emotionalen Ebene mit viel Zeit und frei von Leistungsgedanken zu erleben. Die Yin Yoga-Praxis lässt uns tiefe Entspannung in Körper und Geist erfahren. Durch langes Verweilen in den einzelnen Stellungen mit entspannter Muskulatur, erreichen wir tiefe Gewebe-Schichten. Unsere Faszien (Bindegewebe-Strukturen) werden gedehnt und erlangen so Elastizität und Geschmeidigkeit. Verklebungen des Bindegewebes können sich lösen, die Beweglichkeit wird gefördert und die regenerativen Kräfte angekurbelt. Auf energetischer Ebene stimulieren wir das Meridian-System, wodurch der Energiefluss angeregt und ausgeglichen wird.

 

Yin Yoga ist ein stiller Yogastil, der uns zu innerer Ruhe führt und uns lehrt, durch einfaches „Geschehen lassen“ in die Tiefe unseres Seins einzutauchen. Diese Stunde ist für alle geeignet. Es sind keine Vorkenntnisse nötig.

HATHA YOGA

Dieser Yogastil zielt auf die Harmonisierung unserer zwei Welten, Ha - Sonne (das Aktive) und Tha - Mond, (das Passive), ab.

 

In den Stunden wird auf eine ausgleichende Abfolge von kraftvoll-/ dynamischen und entspannenden Sequenzen geachtet. Die präzise Ausrichtung der Asanas und die Achtung der individuellen Bedürfnisse halten sich dabei die Waage. Das Wechselspiel von Kraft und Weichheit, Beständigkeit und Losgelöstsein bringt Körper und Geist in Harmonie. Ineinander fliessende Übungsabfolgen befreien den Geist. Der Atem verbindet das Äussere mit dem Inneren. 

 

Aber auch die Kraft wird gefördert und durch längeres Halten der Positionen unser Durchhaltewille gestärkt. An der Grenze des körperlich Komfortablen sind wir eingeladen, uns unserer geistigen und emotionalen Haltungen gewahr zu werden. Innere Muster, Widerstände und Glaubenssätze zu erkennen und dankbar anzunehmen. Sie anzuerkennen als dargebotene Möglichkeit, sie zu überwinden. Um daran zu wachsen, unser Bewusstsein zu erweitern. Uns die Macht zurück zu erobern.

 

An der Grenze des Angenehmen treten wir aus den ruhigen Gewässern des Bekannten heraus. Hier beginnt das wahre Leben. Denn hier bietet sich uns die Gelegenheit, zu erkennen, ob wir unbewusst auf das Erfahrene reagieren oder selbstbewusst (sich des Selbst' bewusst sein) und selbstbestimmt handeln. Hier geschieht Transformation.